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Zum Cinéfête nach Halle!

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Zu Gast beim Cinéfête 2013 im Kino Puschkino in Halle!

Am Dienstag, dem 26.Februar 2013 war es wieder einmal soweit! Wie jedes Jahr fuhr der Französischkurs der 10.Klasse zum französischen Schulkinoprogramm nach Halle und wir sahen uns den Film „Elle s’appelait Sarah“ (zu deutsch: „Sarahs Schlüssel“) in Originalversion mit deutschen Untertiteln an.
Der Film beleuchtet ein dunkles Kapitel der jüngeren französischen Geschichte: der Zeit der Kollaboration der französischen Polizei des Vichy-Regimes mit den Nazis während des II.Weltkrieges in Frankreich. Paris, Juli 1942: Das kleine jüdische Mädchen Sarah und ihre Familie werden durch die französische Polizei in einer der spektakulärsten Massenverhaftungsaktionen verhaftet und zusammen mit 20.000 weiteren jüdischen Pariser Mitbürgern in das Vel d’Hiv, eine Hallenradsportbahn, gepfercht, wo sie tagelang unter unmenschlichen Bedingungen dahinvegetieren müssen, bevor man sie in die Vernichtungslager abtransportiert. Der kleinen Sarah gelingt es jedoch ihren jüngeren Bruder Michel vor der französischen Polizei in der Wohnung in einem Wandschrank zu verstecken und den Schlüssel für diesen Schrank mitzunehmen.
Die Geschichte der kleinen Sarah vermischt sich später im Jahre 2009 mit der der amerikanischen Journalistin Julia Jarmond, die für einen Zeitungsartikel über die Razzia des Vel d’Hiv Recherchen anstellt. Bei den Recherchen für den Artikel entdeckt Julia Stück für Stück die Familiengeschichte des kleinen Mädchens, deren Familie damals aus jener Wohnung abgeholt wurde, in die später die Familie ihres Mannes Bertrand einzog und die sie gerade neu gestalten wollen. Je intensiver Julia nachforscht, um so mehr erfährt sie über die Familie ihres Mannes und diese schmachvolle Epoche der französischen Geschichte, die erst 1995 durch eine Rede des französischen Präsidenten Jacques Chirac aufgearbeitet wurde, der sich für das Verhalten vieler seiner Landsleute von damals bei den Hinterbliebenen der Opfer entschuldigte.
Im Kino herrschte eine konzentrierte und ruhige Atmosphäre, was dafür spricht, dass der Film und sein Thema die Schüler angesprochen und interessiert haben dürfte.