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Besuch aus Lettland

Nach dem Besuch der lettischen Partnerschule in Aluksne im Juni vergangenen Jahres hatten wir vom 13. bis 18. April 2015 eine lettische Delegation, bestehend aus 14 Schülern, 9 Lehrern und zwei Abgeordneten des Stadtrates zu Gast.
Über den Verlauf dieser ereignisreichen Woche haben unsere Schülerinnen und Schüler kleine Tagesberichte verfasst:

Montag, 13.04.2015
Es war ein frischer Montagmorgen, an dem sich eine kleine Gruppe Wettiner Lehrer und Schüler auf den Weg nach Berlin machte, um ihre sehnsüchtig erwarteten Gäste aus der Lettischen Partnerschule abzuholen. 
So ging es mit einem Kleinbus nach Norden, über Autobahnen, die sich ihren Weg zwischen Felder und Wälder bahnten.
Nach anderthalb Stunden trafen wir an unserem Treffpunkt ein, direkt am Fuße des Berliner Fernsehturms.
Es gab einen herzlichen Empfang zwischen alten Freunden und neuen Gesichtern. Zehn Minuten später bestritten wir auch schon die erste Station: „Sea Life“ Berlin mit „Aqua Dom“.
Nach der anschließenden, stramm abgehaltenen Stadtführung war ein wenig Erholung angesagt, wozu es vom Potsdamer Platz geradewegs in die nagelneue „Mall of Berlin“ ging - ein Einkaufstempel sondergleichen! Doch bald stellte sich heraus, dass lediglich die lettischen Lehrer shopping-wütig waren, während die Interessen der Schüler zu diesem Zeitpunkt ihrer Reise zwischen Schlafen und Kaffee trinken schwankten. Und so verbrachte der Großteil der Schüler die zwei Stunden bis zur Abfahrt Richtung Wettin sitzend, quatschend und unwissend darüber, was noch kommen sollte...
Erstaunlich pünktlich trafen dann alle am wartenden Bus ein, sodass wir gegen halb sechs nicht mehr ganz so frisch, aber doch frohen Mutes aufbrechen konnten. Die Vorfreude darauf, in knapp zwei Stunden zu Hause zu sein, bröckelte jedoch so langsam, als die ersten Meter Stau uns kurz hinter Berlin empfingen. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich nicht nur um einige Meter sondern um Kilometer handelte und das Ganze umfahren werden musste. Unglücklicher Weise fiel dann dieser Seitensprung etwas großräumiger aus. Ein Optimist würde sagen, wir haben eine kostenlose Besichtigung vom ländlichen Brandenburg und nördlichen Sachsen bekommen, ein Realist, dass wir sechs geschlagene Stunden von Berlin nach Wettin brauchten und ein Pessimist würde kopfschüttelnd schweigen. Kurzum: Gegen halb zwölf Uhr abends kamen wir letztendlich am vertrauten Saaleufer an und wollten nur noch schlafen.

Nicolas Härtge


Dienstag, 14.04.2015
Wegen der „leichten“ Verspätung, die sich am Tag vorher ereignet hatte, gestaltete sich der Dienstag anders als geplant. Statt um acht Uhr die Letten in einem offiziellen Empfang zu begrüßen, durften wir länger in unseren Betten bleiben und trafen uns stattdessen halb zehn in der Aula. Dort hießen uns der kleine Chor und der Oberstufenchor willkommen, wobei die Größeren sogar ein lettisches Volkslied für unsere Gäste sangen. Frau Mutschler hielt eine ihrer berühmten Reden und wünschte uns noch viel Spaß für den Rest der Woche. Auch die Letten sprachen ein paar begrüßende Worte und verteilten Gastgeschenke an die Deutschen, worüber wir uns natürlich freuten. Der Schul- und Stadtrundgang folgte danach, welcher unter anderem die Aula, das Atelier und die Nikolaikirche beinhaltete, selbst der Bismarckturm war ein Teil davon. Jede Person, egal welcher Nationalität angehörend, war nach der Berg- und Treppensteigerei erschöpft und unsere Mägen knurrten immer lauter. Glücklicherweise erhörten uns die Essensgötter, die nächste Station war die Turnhalle, wo viele Salate und Gegrilltes auf uns warteten. Nach dem leckeren Mahl folgte der zweite Teil der Stadtführung. Als der Schultag 15. 30 Uhr vorbei war, trennten sich die Wege für Lehrer und Schüler. Wir Schüler trafen uns danach noch an der Jägerhütte in der Aue und genossen den Abend beim besseren Kennenlernen ums Lagerfeuer. Dieser Tag endete definitiv besser und geplanter als der Vortag.

Benjamaporn Thuennui & Theresa Fritzsch


Mittwoch,15.04.2015
Am Mittwoch ging der Tag für die Letten und uns in der Schule los. Bevor wir in die Stadt fuhren, stand eine Unterrichtsstunde für alle in ihren jeweiligen Klassen an. In Halle angekommen, gab es eine Führung durch die Franckeschen Stiftungen. „Auf den Spuren von Ernst Glück“ wurden wir alle durch die Stiftungen geführt. Unter anderem besichtigten wir die alte Bibliothek und die Wunderkammer. Die Erwachsenen konnten sich vorher schon das Archiv der Stiftungen mit den Original Schriften von Ernst Glück an Francke anschauen. Nach dem Ende der Führung ging es gleich weiter mit unserem Programm. Eine Stadtführung. Natürlich von den Schülern selbst organisiert und auf Englisch! Das Ende des Rundganges war der Hallmarkt. Der letzte Programmpunkt des Tages war das Schausieden in der Saline. Dort angekommen, wurden uns Experimente, das Museum und wie das Salz gesiedet wird gezeigt und erklärt. Als kleines Souvenir durfte sich jeder noch ein Säckchen mit Hallenser Salinensalz als Andenken füllen. Das war unser „Stadt Tag“ zusammen mit unseren lettischen Gästen.

Christin Rösner


Donnerstag,16.04.2015
Am Donnerstag hielten die Schüler beider Nationen ihre vorbereiteten Präsentationen. Musik, Gesang und Power-Point-Präsentationen waren vertreten und fanden großen Anklang.
Nach den gelungenen Vorträgen ging es zur Jagdhütte zum Mittagessen. Bei einem gemütlichen Beisammensein gab es leckere Gulaschsuppe. Direkt nach dem Essen hatten wir deutschen Schüler für die lettischen Gäste eine Osterüberraschung geplant: es mussten Eier ausgeblasen und kleine Geschenke gesucht werden.
Anschließend hieß es „Sport frei“ beim alljährlichen Volleyballturnier unserer Schule. Nicht nur die Klassen 7 bis 12 kämpften um den Sieg, auch die lettischen Schüler stellten eine eigene Mannschaft. Während die Jugend sich beim Sport verausgabte, fuhren die Lehrer nach Merseburg. Dort wurden sie von Herrn Bannert, dem Landrat vom Saalekreis, herzlich empfangen (siehe Foto). Später hatten sie noch eine Führung durch den Merseburger Dom.
Um 18:00 Uhr trafen sich alle wieder im Burg-Café zu einem letzten gemeinsamen Abendessen. Die Lehrer ließen dann den Abend im Burg-Café ausklingen und wir Schüler an der Saale. Zusammen hörten wir dort noch einmal Musik, spielten, erzählten und hatten viel Spaß.

Gina Ertel & Johannes Winter


Freitag,17.04.2015
Am Freitag nahm der Großteil der Teilnehmer des Lettland-Projekts am Unterrichtsgeschehen teil. Die lettischen Lehrer und die beiden Gesandten des Landkreises erhielten mit den Vertretern der deutschen Lehrer und einigen ausgewählten Schülern eine Führung durch Löbejün. Die Führung begann im Stadtgut. Zuerst bewunderten wir das Löbejüner Bogenhaus, dann die Stadthalle gefolgt von der Kunst-und Kulturscheune. Danach ging es an der Stadtmauer entlang zum historischen Stadttor. Am Halleschen Tor überraschten uns zwei historische Stadtwächter und eine alte Wasserdame und luden zu einer Besichtigung des Stadtmuseums ein. Vorbei am ältesten Haus Löbejüns besuchten wir das Geburtshaus Carl Loewes, in welchem wir ebenfalls eine Führung genossen. Die Zeit wurde immer knapper und wir stürzten ins Rathaus Löbejüns. Dort gab uns Bürgermeisterin Frau Klecar einen Überblick über das Amt. Bei Kaffee, Tee und Keksen wurden anschließend die Stadt Wettin-Löbejün und der Landkreis Aluksne vorgestellt und über eine Städte-Partnerschaft diskutiert. Nachdem wir unseren Zeitplan über den Haufen geworfen hatten, spurteten wir zum Bus, der uns nach Wettin brachte. Im Rittersaal genossen zunächst die lettischen Gäste das köstliche Essen, was von unseren Lehrern dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde.
Nach einer herzzerreißenden Verabschiedung kamen auch wir Deutschen in den Genuss dieses vorzüglichen Buffets.
Und so ging eine erlebnisreiche Woche mit einem lachenden und weinenden Auge zu Ende.

Sarah Schreiber & Nicola Kleemann


Die gemeinsame Woche mit unseren lettischen Freunden war für alle Beteiligten erfolgreich, interessant und abwechslungsreich. Oft schwelgen wir in Erinnerungen und reden von den zahlreichen Erlebnissen.
An dieser Stelle wollen wir aber nicht unerwähnt lassen, dass dies nur durch vielfältige Unterstützung zu realisieren war. Unsere Vorhaben konnten nur verwirklicht werden und führten letztendlich auch nur dadurch zum Erfolg, weil wir von unseren Kollegen, Schülern, egal ob direkt oder indirekt am Projekt beteiligt, der Bürgermeisterin und dem Heimatverein der Stadt Wettin-Löbejün, den Mitarbeitern der Franckeschen Stiftungen und des Salinemuseums und unserem Landrat und seinen Mitarbeitern sowie dem Förderverein des Burg-Gymnasiums Wettin unterstützt wurden.
Ohne die Bereitstellung von Fördermitteln ist solch ein Vorhaben undenkbar.
Unser Dank gilt deshalb dem Pädagogischen Austauschdienst in Bonn und der Stiftung West-Östliche Begegnungen in Berlin für die Gewährung und Bereitstellung der Fördermittel, die nötig waren, um das Projekt finanziell abzusichern.

E. Lange