Aktuell

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Das war der Skikurs 2015

Schon seit 1997 haben Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums in der 11. Klasse die Möglichkeit, im Rahmen des Sportunterrichts einen Kompaktkurs im alpinen Skilauf zu absolvieren. Dabei geht es nicht nur um Spaß, sondern vor allem darum, möglichst gute Noten durch gezieltes Erlernen und Üben alpiner Skitechniken zu erreichen.
In Tagesberichten haben die diesjährigen Teilnehmer ihre Erlebnisse hier aufgeschrieben.

Montag, 02. März 2015

Die Schneesportwoche des BGW begann auch in diesem Jahr in Wettin am Treffpunkt ‚Nest“ an der frühlingshaften Saale. Bevor die Reise endgültig Richtung Ebbs, Österreich beginnen konnte, haben wir noch einen Halt gemacht, um eine unterhaltsame Sekundarschulklasse aus Leuna mitzunehmen, die ins gleiche Skigebiet reisen wollte.
Auf unserer Reise durchfuhren wir verschiedenste Klimazonen: Begonnen im Sonnigen und Warmen an der Saale, trübte sich der Himmel in Richtung Leuna zusehends (Ob das am dortigen Industriezweig liegt?). Je weiter uns der Weg nach Süden Richtung Gebirge führte, desto kühler wurde es. Um 10 Uhr dachten wir kurz, wir seien schon angekommen, da die Berge dort in Thüringen sehr verschneit war. In Bayern hingegen war es eher regnerisch, aber teils hat es auch dort geschneit.
Im Zielort Ebbs taute im Tale schon der Schnee, die Berge hingegen ließen viel Wintersportfreude verheißen.
Während der Fahrt gab es drei Pausen und einen Stau. Die erste Pause wurde nach ca. 2 Stunden an einer AXXE-Raststätte mit horrenden Preisen gemacht, deswegen ging es schnell weiter. Danach kam nur eine kurze Pause zum Austreten an einer sehr kontaminierten Autobahntoilette. Vor der dritten gelangten wir in einen Stau, der sich nach einer dreiviertel Stunde zum Glück auflöste. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir das Restaurant ‚Zur goldenen Möwe‘. Dort dinierten wir vom Feinsten.
Nun passierte die Reisegruppe „Schneesportwoche Freier“ noch München (inkl. Allianz-Arena als Highlight) und schließlich die Grenze zu Österreich. Kurz darauf hieß es: Endlich angekommen!
Auch der Busfahrer Ronald soll hier Erwähnung finden, da dieser uns souverän zum Ziel gebracht hat, immer korrekt die Pausen eingehalten hat und dabei noch lustig und gut informiert war.
Um 18:30 Uhr konnten wir das erste sehr üppige 4-Gänge Menü genießen. Salat war reichlich vorhanden.
Die erste Nacht im fremden Bett war dann auch schnell erreicht, während alles gut organisiert und friedlich abgelaufen war.

Dienstag, 03. März 2015

Diese erste Nacht endete um 6:30 Uhr freilich viel zu früh.
Doch das appetitliche Frühstück entschädigte uns dafür und bei angeregten
Gesprächen wurden alle schnell munter.
8:30 Uhr war Abfahrt zum Skigebiet. Dort erwartete uns die übliche Prozedur
des Ausleihens, doch das freundliche Personal meisterte gemeinsam mit uns
diese Situation.
Dann begann auch schon die Erwärmung, natürlich war Frau Freier besonders
fürsorglich und damit auch kein Muskel kalt blieb und wohl möglich gezerrt
würde, hat sie die Erwärmung sehr ernst genommen.
Dann hieß es für fünf Mädels Premiere: Das erste Mal auf Skiern.
Das Skigewöhnungsprogramm von Fr. Freier und Hr. Schönlein hatte dann
aber schnell alle Klarheiten beseitigt und die erste kleine Abfahrt konnte
beginnen. (Nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar mit persönlichem Lift,
dank „der Chefin“ Fr. Freier.)
Die fünf Anfänger verbrachten die Zeit bis zum Mittag dort auf einem Hügel,
während die zehn Fortgeschrittenen sich schon an einen kleinen Berg wagen
durften.
Unter Aufsicht der Lehrer wurden „Pizza und Pommes“ (Bremsen/Fahren)
wiederholt bzw. erlernt. Alle zeigten guten Fortschritt und Willen, was zur
Zufriedenheit der Lehrer führte.
Im Gasthaus Brandauer gab es dann für kleines Geld eine kleine Portion
Spaghetti. Passt!
(Anna Hense, Frieda Kettmann)

Nach der wohlverdienten und herbeigesehnten Mittagspause, in der sich die gesamte Gruppe für die bevorstehenden Stunden auf der Piste stärkte, ging es endlich weiter. Nach einer kurzen Erwärmung begab sich Herr Schönlein mit seinen fünf Skineulingen zurück zum Übungshang, wobei sich die Gruppe von Frau Freier das erste Mal wagte, das Skigebiet "Zahmer Kaiser" zu erkunden. Oben auf dem Berg angekommen sammelte sich die Gruppe um Frau Freier und nach einer kurzen Einweisung über das Verhalten auf der Skipiste ging es hinunter ins Tal. Nach vielen Abfahrten und verschiedenen Übungseinheiten rund ums bessere und sicherere Fahren neigte sich der Tag allmählich einem Ende. Die Kräfte ließen langsam nach, jedoch von dem sonnigen Wetter angetrieben, fuhren wir bis zur Schließung des Liftes.
Im Tal angekommen traf man die Gruppe um Herrn Schönlein und tauschte sich über die Erlebnisse aus. Nachdem der Skitag mit einem dreifachen kräftigem "Ski-fuarn" beendet wurde, fuhren wir mit Busfahrer Ronald zurück in unsere Unterkunft. Auf dem Zimmern angekommen, ruhten sich alle von dem anstrengenden ersten Tag aus und freuten sich auf das Abendbrot. Bevor wir ins Bett gingen, ließen wir in Gesellschaft den Tag noch einmal Revue passieren lassen.
(Richard Schmidt und Johannes Winter)

Mittwoch, 4. März 2015

Nach einem reichhaltigen leckeren Frühstück sind wir in unseren zweiten Skitag gestartet. Voller Elan und Energie ging es mit Ronald in Richtung Amberg am Walchsee. Auf dem Plan stand hartes Training für die anstehenden Leistungskontrollen. Bevor wir jedoch mit dem Training begannen, hatten Richard und Johannes die Aufgabe uns aufzuwärmen und uns ein Lächeln am frühen Morgen ins Gesicht zu zaubern.
Kontinuierlich und erfolgreich absolvierten wir die Kontrollen und konnten später ohne schlechtes Gewissen zum Mittagessen gehen. Auf dem Speiseplan standen österreichische Spezialitäten wie Germknödel und Kaiserschmarrn.
(Friederike Müller und Frederike Bohne) 

Nach dem stärkenden Mittagessen hatten wir wieder eine abwechslungsreiche Erwärmung. Als wir ordentlich aufgewärmt waren, lernten wir eine neue Technik im Skifahren kennen. Diese probierten wir erst auf einem kleinen Übungshang aus. Zwischen den Trainingseinheiten gab es immer mal wieder kleine "Verschnaufpausen", in denen wir neue Kräfte durch etwas Essen und Trinken tankten.
Mit dem Amberg-Lift, der gerade für unsere Anfänger eine neue Herausforderung war, welche sie aber erfolgreich meisterten, ging es auf eine anspruchsvollere Piste. Dort übten unsere beiden Gruppen ihre neu erlernten und angeeigneten Fertigkeiten und verbesserten diese zusätzlich.
Einige Fortgeschrittene und Frau Freier rutschten später dann hinüber zum „Zahmen Kaiser“. Der Großteil blieb am Amberg und übte fleißig den „Pflugbogen schwingend beenden“.
Nach diesem anstrengenden Nachmittag fuhren wir mit unserem Busfahrer Ronald wieder ins Gasthaus Wildauer. Dort gab es dann bald ein leckeres Abendbrot und nach einer „Dienstberatung“ wurde mit einiger Verspätung der Bachelor geguckt. Nach dem wir alle unsere Ziele erfolgreich für diesen Tag erledigt hatten, gingen wir in unser Bett und freuten uns schon auf den nächsten Tag.
(Johanna Groß und Sina Pfeiffer)

Donnerstag, 5. März 2015

Es war der vorletzte Tag für alle Skihasen. Beim ersten Blick aus dem Fenster nach dem Aufstehen lief ein nahezu eiskalter Schauer über unsere Rücken. Es schneite wie verrückt und der Wind fegte über die Berge. Wie gewohnt traf man sich um 7.30 Uhr zum Frühstück, bei dem schon die ersten Ängste ausgetauscht wurden. Gestärkt und bereit ging es mit unserem herzlichen Busfahrer Ronald ins Skigebiet. Auf der Hinreise wurde die fehlende Sonne bei der Musik vergessen, die wir uns aussuchen durften.
Mithilfe der nun folgenden Erwärmung sollten wir uns auf den kommenden Tag vorbereiten und diese erfolgte wieder in zwei Gruppen. Die vier dafür verantwortlichen Mädels meisterten diese Aufgabe gut, sodass wir nun auf die Ski steigen konnten und es zum Lift ging. Das Anschnallen der Ski war heute nicht allzu leicht, denn durch den vielen Neuschnee klebte dieser überall. Auf dem Berg angekommen erklärten Frau Freier sowie Herr Schönlein uns allen noch einmal, wie der Ablauf des heutigen Vormittages sein würde. Im Mittelpunkt stand heute die vorletzte Leistungskontrolle: „Pflugbögen schwingend beenden“.

Nachdem wir alle noch einmal eine Probefahrt durchführen durften, wurden alle Schüler wieder in zwei Gruppen geteilt und hatten die Möglichkeit ihr Können in zwei Durchgängen zu beweisen. Jedoch durften wir uns vor dem zweiten Durchgang bei einer früheren Mittagspause gegen halb 12 aufwärmen und stärken. Spaghetti, Pizza und Co waren auch mit dabei. Gegen halb eins wurde die Pause beendet und neuen Mutes ging es weiter. (Bea Zeidler und Jana Neubig)
Wieder zurück auf der Piste, folgte eine sehr gut gelungene Erwärmung von Luise und Robert, durch die sogar die Sonne zwischen den Wolken hervorkam. Nun waren auch alle wieder voller Elan und konnten mit neuer Kraft den Amberg mit dem Lift emporfahren. Herr Schönlein fuhr mit den Anfängern, um deren Fahrkünste zu routinieren und zu festigen. Frau Freier hingegen trainierte mit einfallsreichen Übungen das Carving der Fortgeschrittenen. Gegen 15:30 Uhr neigte sich der Skitag dem Ende, aber für einige sollte dies noch nicht das letzte Mal gewesen sein.
In der Unterkunft erwartete uns wiedermal ein sehr reichhaltiges Abendessen. Danach erhielten sieben der Fortgeschrittenen die Möglichkeit, den Abend zu einem Highlight zu machen. Ab 19 Uhr ging es zum Nachtski nach Oberaudorf ins deutsche Skigebiet Hocheck. Es war für die Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Nachdem neigte sich der aufregende Tag langsam dem Ende und alle fielen ganz erschöpft in ihre Betten.
(Hannah Grobbel und Lena Eger)

Freitag, 6. März 2015

Ein letztes Mal hieß es heute für uns „Auf geht’s zur Piste.“ Nach unserem Frühstück mit viel heißer Schokolade und Kaffee konnte der Tag nur gut weitergehen. Heute hieß es jedoch Aufbruch mit dem Skibus statt mit dem Reisebus, damit sich Ronald für die lange Fahrt am Abend rüsten konnte.
Am Amberg angekommen, ging es auch gleich richtig los. Durch seine tänzerische Erwärmung machte uns Nikolas recht „Atemlos“ und schon ging es ab auf die Piste. Hier hatten wir den ganzen Vormittag Zeit den Lehrern zu beweisen, was wir gelernt hatten. Dafür wurden letztmalig Punkte vergeben. Hierbei wurde diesmal ein besonderes Augenmerk auf Ästhetik und sicheres Fahren gelegt.
Nach unserem Mittagessen im Liftstübl fuhren wir erneut hoch auf den Amberg, um dort den alljährlichen Skifasching durchzuführen. Hier wurde einigen Schülern eine Urkunde vom Schnee-Yeti verliehen, welcher uns die ganze Woche beobachtet zu haben schien. Unsere Jungs hatten sich für den Skifasching etwas ganz besonderes überlegt und trugen beschriftete Warnwesten mit „SKK 2015- BGW“. Später wurden sie vom Liftpersonal für die Bergwacht gehalten.
Nun war unser letzter Pistentag auch schon fast vorüber. Wer wollte, konnte noch ein paar Mal den Zahmen Kaiser befahren und dann wurden auch schon die Skier abgegeben.
Danach kam es zum schwierigsten Part des Tages. Wir hatten eine Stunde Zeit, um uns in zwei Zimmern zu duschen. Diese Hürde meisterte unsere Gruppe jedoch ohne Probleme.
Anschließend hieß es leider zum letzten Mal „ Salat ist auch noch da.“ Das liebevoll hergerichtete Abendessen unseres Gasthauses Wildauer begeisterte uns auch dieses Mal. Schwermütig nahmen wir nun Abschied von den Bergen, dem Schnee und unseren sehr guten Gastgebern. Unser Ziel war natürlich die Heimat. Ronald, unser liebster Busfahrer, schaffte es, uns sicher nach Hause zu bringen.
Eine Woche voller Anstrengungen, Schmerzen und Spaß liegt nun hinter uns. Diese Erfahrungen wird wohl niemand so schnell vergessen. Wir bedanken uns bei Frau Freier und Herrn Schönlein, welche uns die ganze Woche unterstützt und motiviert haben.
(Robert Ehm, Nikolas Schreiter, Luise Wolf)