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Meet-Up Ukraine und Deutschland

Dank unseres Schulpatens Herr Peter Wetzel hatten Nicolas Härtge (11. Klasse) und ich, Esther Ehlert (12. Klasse), die Möglichkeit an einem internationalen Workshop zwischen der Ukraine und Deutschland in den Herbstferien teilzunehmen.
Die Teilnehmer setzten sich zusammen aus einer Gruppe von sieben Studentinnen der Uni Perejaslaw-Chmelnitzkij und 2 Kolleginnen der ukrainischen Nationalstiftung Aussöhnung und Toleranz, sowie der Regionalstiftung „Erinnerung mit dem Herzen“ & einer Gruppe von deutschen Schülern und Studenten.
Zunächst muss ich sagen, fällt es gar nicht so leicht das Erlebte in Worte zu fassen, unzählige neue und bewegende Eindrücke konnten wir in dieser Zeit sammeln.
Um das erste Eis zu brechen, startete die Woche mit einer Kennlern- Runde , bei jener wir unsere Erwartung für diesen Workshop ausdrücken und etwas über den jeweils Anderen in Erfahrung bringen konnten. Gespickt war unser Programm mit den Besuch von Gedenkstätten für Opfer der NS-Zeit, dem Besuch des KZ Mittelbau- Dora, einem informativen Rundgang durch Merseburg ,Zeitzeugengespräche u. a. an der Hochschule in Merseburg mit Frau Anastasia Gulei (Ukrainerin), welche auch schon an unserem Burg-Gymnasium mehrere Zeitzeugengespräche gestaltete, vielen Diskussionsrunden und mit einem bunten Abschlussabend, bei dem wir Teilnehmer landestypisches Essen kochten und Traditionen austauschten. Wichtig, neben der Völkerverständigung natürlich, war die politische Willensbildung. Wir setzten uns damit auseinander, was wir von Demokratie erwarten und wie weit sich das in unserem Leben wieder spiegelt. Demokratie und Toleranz fangen nämlich nicht nur bei Parlamentswahlen und anderen Dingen, welche einem als Jugendlichen vielleicht als weit entfernt erscheinen können, an. Nein, schon im täglichen Schulalltag erfährt man dies, z. B. durch Instanzen wie unseren Schülerrat. Und wer hat nicht schon mal eine Hänselei erlebt oder gar andere schon allein verbal angegriffen? Toleranz beginnt schon in jedem Zusammentreffen mit anderen Menschen. Wir fragten uns, wie kann ich Toleranz leben?
Demokratie und Frieden, ein aktuelleres Thema gibt es zur Zeit wohl kaum in der Ukraine.
Der kulturelle Austausch war enorm, auch hätte ich persönlich zu Beginn der Woche nie gedacht, wie sehr mich dies alles berührt und mir die Menschen ans Herz wachsen. Durch die Erzählung von Fr. Gulei und anderen Zeitgenossen bekamen wir einen ganz neuen Blickwinkel auf vergangene Ereignisse und Schrecken im Dritten Reich, nicht zu vergleichen mit Lehrbuchtexten oder Lehrfilmen.
Alles in allem, war dies eine unvergessliche Woche, welche uns neue deutsch-ukrainische Freundschaften einbrachte, den Horizont erweiterte und , neben all dem Ernsten, unglaublich Spaß machte!

E. Ehlert