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Aktuell

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Wir waren in Lettland !

Wie bereits angekündigt, verweilte eine Delegation von 11 Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrkräften und der Schulelternratsvorsitzenden Frau Salewski während der Klassenfahrts- und Projektwoche zum Besuch der lettischen Partnerschule in Aluksne. In den folgenden Ausführungen berichten die Teilnehmer über den Verlauf, ihre Erlebnisse und Eindrücke. Zum besseren Verständnis und zum Anschauen zahlreicher Fotos empfiehlt sich auch die homepage des Ernst-Glück-Gymnasiums in Aluksne:
http://www.aluksne.edu.lv/index.php/foto/2013-2014-m-g


Montag, 9. Juni 2014

Schon lange hatten wir uns auf unsere Reise nach Lettland gefreut und diese schon mehrere Wochen vorher vorbeireitet. Am Montag, den 9. Juni 2014 ging es endlich los. Wir trafen uns alle am Fähreparkplatz in Wettin um 6 Uhr. Von da aus ging es mit dem Bus zum Flughafen Berlin - Tegel. Um 10:45 Uhr startete unser Flugzeug nach Riga. Mit einer Stunde Zeitverschiebung landeten wir dort um 14 Uhr. Ein wirklich voller Linienbus fuhr uns ins Stadtzentrum. Direkt über einer McDonalds Filiale befand sich unser Hostel. In unseren Zimmern hatten die Letten schon regionale Spezialitäten, in Form von Gebäck, für uns vorbeireitet. Nach 1 1/2 Stunden Freizeit trafen sich alle zu einer Führung durch die Rigaer Altstadt. Danach waren die Programmpunkte für diesen Tag beendet und wir durften in kleinen Gruppen selbst die Stadt erkunden. Nach einem sehr leckeren Abendessen ließen wir zusammen den Tag im Hostel ausklingen und freuten uns schon auf die nächsten Tage in Aluksne.

Lena Eger und Hannah Grobbel


Dienstag, 10. Juni 2014

Nachdem wir eine etwas längere Nacht als den Tag zuvor gehabt hatten, gab es 8.10 Uhr Frühstück in unserer Jugendherberge in Riga. Diese war sehr „süß“ eingerichtet, ein Mädchentraum in pink. Das Frühstück bestand im Wesentlichen aus Cornflakes und Milch. Als das Frühstück auf unserer to-do-List abgehakt war, packten wir unsere Koffer wieder zusammen und trafen uns um 9 Uhr mit unseren Betreuern. Als wir vollständig waren, bewegten wir uns zur Bushaltestelle, wo wir auf die Ankunft unseres Busses mit den lettischen Schülern warteten. Um 10 Uhr war es dann soweit. Die ersten Kontakte waren sehr herzlich, trotzdem waren wir noch alle recht schüchtern und müde. :D Wir packten uns und das Gepäck in den Bus und machten uns auf nach Sigulda. 11 Uhr kamen wir dort an und besichtigten den Gauja Nationalpark und die Burg Turaida mit einer Touristenführerin. Unsere Tour im Nationalpark endete an der Spitze des Burgturms. Dort hatte man einen supertollen Ausblick. Nach diesem Besuch fuhren wir weiter Richtung Aluksne. Da es auf die Mittagszeit zu ging, knurrten die Bäuche. Wir machten Pause in einem kleinen Einkaufszentrum namens "Raibais suns". Gut gelaunt und gestärkt ging es weiter. Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir unseren zweiten Stopp: Cesis. Hier bekamen wir eine spannende Führung durch die dortige Ritterburg. Mit Laternen bewaffnet stiegen wir zum Beispiel in ein ehemaliges Turmverließ hinab. Damit war das Kulturelle für diesen Tag beendet und wir fuhren weiter nach Aluksne. Dort angekommen bezogen wir unsere Zimmer im Schulinternat und staunten über unsere schöne Unterkunft. Nach ein wenig Zeit für uns und zum Auspacken, gab es Abendessen in der Schulkantine: paniertes Hähnchenfleisch mit Kartoffelbrei und Salat. Es schmeckte uns sehr gut. Das Essen war für uns eine Überraschung, da wir nicht wussten, was in diesem fremden Land auf uns zu kommen würde. Nach dem Abendessen entführten uns die Letten zu einem traditionellen Freundschaftsabend an Glücks Eichen. Diese Veranstaltung war eine Ehrung Ernsts Glücks. Frau Lange wurde mal eben zum Fernsehstar des örtlichen Fernsehsenders, da sie ein Interview geben musste. :) Nach etlichen Reden und Danksagungen bildeten alle einen großen Kreis und die älteste und die jüngste Bibel wurden durch den riesigen Menschenkreis gereicht. Das war sehr beeindruckend und wir ließen den Tag mit unseren "Gastgeschwistern" ausklingen.

Friederike Müller und Nicola Kleemann


Mittwoch, 11. Juni 2014

Am Mittwochvormittag zeigten wir unsere Präsentationen über Deutschland, Sachsen-Anhalt, den Saalekreis und über Wettin, die wir in den Wochen zuvor mit viel Mühe vorbereitet hatten. Den lettischen Schülern und Lehrern präsentierten wir außerdem noch typische deutsche Volkslieder und den Cup-Song, um auch unsere künstlerischen Fähigkeiten zur Schau zu stellen. Wir selbst durften einen Vortrag über Lettland und unsere Partnerschule in Alūksne durch musikalische und tänzerische Beiträge erleben. Nach diesem informativen Einstieg in den Tag bekamen wir eine Führung durch das Ernst-Glück-Gymnasium durch die Schulleiterin.
Mit einer alten Eisenbahn fuhren wir am Nachmittag nach Ate, einem Dorf in der Nähe von Alūksne, wo uns eine Führung durch das Freilichtmuseum erwartete. Es wurde ausgiebig und traditionell mit uns getanzt und danach ein üppiges Abendessen serviert. Daran nahmen sowohl deutsche als auch lettische Schüler und Lehrer teil. Mit dem Bus fuhren wir zurück zum Internat der Schule und ließen den Abend mit verschiedenen Kartenspielen ausklingen.

Marie-Luise Schubert und Gina Ertel


Donnerstag, 12. Juni 2014

Am Donnerstag morgen stärkten wir uns alle für die Reise in die nähere Umgebung Aluksnes.
Drei Haltepunkte waren geplant, die mit dem Bus erreicht wurden.
Der erste Weg führte uns nach Vastseliina. Dort sahen wir uns eine Hügellandschaft mit einigen Ruinen aus damaliger Zeit an. Es waren Überreste einer Burg und wir stiegen auf einen gut erhaltenen Turm! Danach gingen wir eine Treppe hinunter zum Fluss und auf der anderen Seite wieder auf um uns eine kleine Bühne anzusehen. Dort sangen die lettischen Schüler für uns und wir für sie. Anschließend spielten wir ein lustiges Tanzspiel und liefen zurück zum Bus, auf zur nächsten Station!
Beim nächsten Halt sahen wir uns einen Park, inklusive Museum für die Sandsteinhöhlen in Piusa an. Wir besichtigten eine kalte, aber trotzdem schöne Höhle und sahen einen Film über die dort überwinternden Fledermäuse. Der zweite Halt war nun also auch geschafft. Auf dem Weg zum dritten Highlight fing das Wetter an umzuschlagen, doch trotz des strömenden Regens wanderten wir nach oben auf den höchsten Berg des Baltikums dem Großen Eierberg im Haanja-Höhenzug mit 318 m. Im dortigen Turm ging es auf einer Wendeltreppe nochmal 30 Meter nach oben. Wir genossen kurz die Aussicht, auch wenn sie nicht so schön wie bei gutem Wetter war.
Erschöpft ruhten wir uns alle auf der Rückfahrt nach Aluksne ein wenig aus. Zurück in der Schule brach schon wieder etwas Stress aus.
Es war nun unsere Aufgabe deutsche Gerichte zu kochen. Schon beim Ansehen der gekauften Zutaten ging es ein wenig durcheinander. Es fehlte etwas, oder etwas war falsch, also musste man den Rest noch schnell holen oder einfach weglassen! Am Ende, nach anderthalb Stunden stressigem aber trotzdem lustigem Kochen, standen Nudelsalat, Kartoffelsuppe und Bienenstich auf dem Tisch! Es hat allen sehr geschmeckt.
Nach dem Essen wurde gut gelaunt im Internat noch ein wenig gespielt und dann zu Bett gegangen!

Anna-Lena Pfeiffer


Freitag, 13. Juni 2014

Unser letzter Tag in Aluksne begann mit einer Besichtigung des örtlichen Kunstgymnasiums am schönen Ufer des Aluksnesees. Nachdem wir uns die beeindruckenden Bilder und Skulpturen angesehen hatten, stand eine Floßfahrt auf dem Tagesplan. Bei Sonnenschein und lettischer Musik fuhren wir über den See, doch leider mussten wir unseren gemütlichen Bootstrip abbrechen, da es nach kurzer Zeit plötzlich begann, heftigst zu regnen. Nachdem wir ein leckeres Mittagessen in der Schulkantine zu uns genommen hatten, besuchten wir ein Naturkundemuseum. Das Hightlight waren wunderschöne Steine und Mineralien, welche bei Schwarzlicht bunt leuchteten. Nach zwei Stunden Freizeit, in denen wir Zeit hatten uns hübsch zurechtzumachen, waren wir zur Abschlussfeier der 9. Klassen eingeladen, welche in der Turnhalle des Ernst-Glück-Gymnasiums stattfand. Es war eine große Feierlichkeit, die mit toller Musik des Schulorchesters und anderen musikalischen Beiträgen untermalt wurde. Als Gratulation bekamen die Neuntklässler viele Blumen von ihren Angehörigen und Freunden überreicht, auch von uns, da zwei von ihnen ebenfalls am Austauschprogramm teilnahmen. Anschließend ließen wir den Abend mit den lettischen Schülern im kleinen Kreise und mit lustigen Spielen ausklingen.

Theresa Fritzsch und Johannes Winter


Samstag, 14. Juni 2014

Aufstehen, anziehen, frühstücken- leider alles zum letzten Mal in Aluksne und viel zu zeitig! Abfahrt sollte 7.40 Uhr sein. Die letzten Minuten zusammen mit den Letten waren von einer unangenehmen Stimmung geprägt und als der Bus dann vorfuhr, alle wussten, jetzt ist es soweit, floss so manche Träne und ein unschönes Gefühl von Sehnsucht machte sich jetzt schon breit. Etwas gemildert wurde das durch die Gewissheit im nächsten Jahr alle wiederzusehen.
Nach der Verabschiedung, bei der wir mit Geschenken und Umarmungen nur so überhäuft wurden, machten wir uns auf den 200 km weiten Weg nach Riga. Während 90 Prozent des Busses schliefen, war die 1. Reihe in ein munteres Gespräch abgetaucht. Für viel Heiterkeit sorgte die Toilette bei unserem Halt, da sie mehr einem Loch mit Trennwand glich. (Eine detailgetreue Beschreibung soll hier erspart bleiben.)
Unser Flug ging 13.00 Uhr. Die Tätigkeiten unsererseits schwankten hier zwischen munterem Herumdösen und aktivem Schlafen.
14.00 Uhr deutscher Zeit kamen wir in Tegel an. Uhren umstellen und auf nach Wettin! Unsere Aktivitäten glichen denen im Flugzeug, wurden mit zunehmender Fahrtdauer doch etwas teilnahmsloser.
Nach zwei Stunden war auch dies geschafft und in Wettin angekommen wollten alle wieder zurück nach Lettland, hatten jedoch keine Energie mehr zu fahren. Froh, endlich angekommen zu sein und uns fragend, warum wir zurück mussten, fügten wir uns in unser Schicksal und den Alltag- was blieb uns anderes übrig?
Was für eine
Woche!

Conrad Winkler


Die Schulpartnerschaft mit dem Ernst-Glück-Gymnasium wird im nächsten Jahr mit einem Besuch lettischer Gäste an unserer Schule voraussichtlich im April fortgesetzt. Die Messlatte liegt hoch nach diesem perfekt organisierten und von großer Gastfreundschaft und Herzlichkeit geprägten Aufenthalt in Aluksne.

H. S.