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Bild Treblinka Hompage

Außergewöhnliche Exkursion nach Treblinka (Polen)

Die Geschichte des Vernichtungslagers Treblinka II regt zu existenziellen Reflexionen an, denen sich kein Besucher der heutigen Gedenkstätte entziehen kann. Im Rahmen, der durch die Bethe-Stiftung und Bundeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt geförderten Gedenkstättenreise, haben wir die Möglichkeit Geschichte gegen das Vergessen erlebbar zu machen.

Warum Treblinka?
Die Lehrbücher bieten meist nur Fußnoten zur Geschichte des Vernichtungslagers Treblinka II, lassen das Ausmaß der dort begangenen Verbrechen kaum erkennen. Ein Grund, weshalb wir in Treblinka recherchieren. Janusz Korczak – ein Mann, dessen Biografie zutiefst menschliche Werte in einer unmenschlichen Welt aufzeigt – ein weiterer Grund für unsere Erinnerungsarbeit. Seine Spuren reichen von Treblinka auch bis nach Sachsen-Anhalt.
Treblinka, eine Vernichtungsmaschinerie: bis zu 17.000 Todesopfern pro Tag, zwischen Juli 1942 bis November 43 ca. 912.000 ermordete Menschen - Dimensionen, die an Unmenschlichkeit nicht zu übertreffen sind. Nach Vollzug sollten alle Spuren, die diese Verbrechen kenntlich machen könnten, verwischt werden. Das Lagergelände wurde eingeebnet, bepflanzt … .
Sollten diese Verbrechen ungesühnt und vergessen bleiben?
Neun SS-Männer und der Kommandant des Lagers erfuhren während der Düsseldorfer Treblinka-Prozesse Anklage.
Stumme Anklage erheben Kinder, Frauen, Männer, die systematisch liquidiert wurden. Wir möchten für sie Nachbearbeitungen von Historikern fortsetzen, die Toten nicht nur eine Zahl sein lassen, sondern an deren Schicksale erinnern.
Treblinka II ist heute Museumsgelände, das über den historischen Ort informiert. Unsere Eindrücke mit Begehung des „Tatorts“ lassen sich nur schwer in Worte fassen.
Ankunftsorte,
Schienen,
Wegkreuze,
Steine
mahnen still beständig und klagen an.
Immer wieder begegnen uns auf dem Gelände der Gedenkstätte Verweise auf den Namen Janusz Korczak, dessen Lebensgeschichte wir nun stellvertretend für alle Opfer genauer nachzeichnen möchten.

„Habe Mut zu dir selbst, und such deinen eigenen Weg.“
Janusz Korczak

Er geht diesen seinen Weg. Seine bedingungslose Liebe zu Kindern und Achtung vor Kindern bewies Korczak frühzeitig mit der Errichtung von Waisenhäusern. Kinder leiten, lenken, sie zu selbstbestimmten Menschen erziehen, war ihm Primat. Gefangen im Warschauer Ghetto hielt er für seine Kinder Hoffnung auf Zukunft offen, machte Mut, gab Sicherheit.
Eine „Reise ohne Rückkehr“
Am 5.8.1942 begleitet Janusz Korczak „seine“ 192 Kinder in den Tod.
Mit einer Fahrt nach Warschau und der Besichtigung des noch heute existierenden Waisenhauses „Janusz Korczak“ schließen wir die Spurensuche in Polen vorerst ab.
Die Geschichte des Vernichtungslagers Treblinka II ist Zeugnis menschlichster Erniedrigung und Verachtung durch nationalsozialistische Barbarei. Gedenkstättenbesuche für Jugendgruppen nach Treblinka können zur Geschichte gegen das Vergessen wesentlich beitragen.

Während der Reise ist ein sehr informativer und zugleich bewegender Blog entstanden, der auch weiterhin von 2 Schülerinnen der 11/1 fortgeführt wird. Zu finden ist er hier:

http://vergessenestreblinka.weebly.com/


G. Süß / M. Arnhold